Kunst in der Wissenschaft
Die Lehre der Künste / die Kunstgeschichte beschäftigt sich primär mit der Bildenden Kunst. Sie befasst sich mit Kunstwerken, primär mit historischen, und klassifiziert diese, ordnet sie räumlich und zeitlich ein. Der Kunsthistoriker interpretiert das Kunstobjekt, aus heutiger und damaliger Sichtweise, und versucht auch, daraus Rückschlüsse auf die Kultur und die Gesellschaft der jeweiligen Zeit zu ziehen.
In der Praxis werden insbesondere Werke der Malerei, Bildhauerei und Architektur analysiert, aus Europa und Vorderasien, vom frühen Mittelalter an bis zum Heute. Dabei gibt es innerhalb der Kunstgeschichte auch Spezialisierungen: Die Archäologie und die Ägyptologie befassen sich mit frühzeitlicher Kunst. Denn zu einer Zeit, in der die Überlieferung von Schriften oder auch die Fähigkeit der Menschen, sich in Wort und Schrift auszurücken, nicht oder nur bedingt gegeben ist, ist die Bildende Kunst eine wichtige Ausdrucksform. So wurde gerade in der Steinzeit und im Alten Ägypten viel über (Wand-)Malerei und die Erstellung von (Stein-)Skulpturen überliefert. Auch der religiöse Aspekt ist ein wichtiges Element bei der Kunst und in der Kunstgeschichte, je nach Religion verschieden stark ausgeprägt. Gerade im Christentum, in der die Bildende Kunst stark vertreten ist. Die populärsten Beispiele sind die sixtinische Kapelle und die zahlreichen Kirchen in Rom (und weltweit), die voll sind mit Abbildungen von Heiligen und Situationen, die in der Bibel zu finden sind. Optisch aufgearbeitet, insbesondere in Form von Deckenmalerei und Bildhauerei.
© Thomas Max Müller / PIXELIO
Kunstgeschichte ist eine anerkannte Wissenschaft und wird an Universitäten gelehrt, die meist gleichzeitig auch eine Forschungseinrichtung darstellen. Denn die Kunstgeschichte hat in erster Linie einen Forschungscharakter und ist nur bedingt wirtschaftlich anwendbar.